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Vereinschronik SCF - Abteilung Eisstock




Anfang der 60er Jahre war der Weiherhausweiher in Fürstenfeldbruck der
regelmäßige Treffpunkt der Eisstockschützen. Die durch diesen Sport
entstandene Gemeinschaft hatte bald den Wunsch, einen eigenen
Verein zu gründen oder sich einem bestehenden anzugliedern.


1962
Auf Betreiben des rührseligen Ernst Aberl, der damals beim EC Inning
am Ammersee aktiver Turnierschütze war, versammelten sich am 16. November 1962
im Fürstenfeldbrucker Hotel Post 27 interessierte Sportkameraden und
gründeten einen Stockschützenverein. Auf ein Angebot des damaligen SCF-
Präsidenten Hans Korn traten diese Mitglieder im November und Dezember 1962
dem SCF bei und wurden dann ab 1. Januar 1963 in der neuen Abteilung
Eisstock geführt. Dieser Schritt ermöglichte den langersehnten Wunsch,
offiziell an Turnieren teilzunehmen und selbst als Veranstalter aufzutreten.
Als erster Abteilungsvorstand wurde Valentin Gärtner und als Stellvertreter Ernst
Aberl gewählt. Ihnen zur Seite stand Hans Seif als Kassier und Schriftführer.


1965
In diesem Jahr wurde nahe der Volksfestwiese ein aufgespritzter Eisplatz mit 8 Bahnen
geschaffen, um am Turniersport teilnehmen zu können. Frühmorgens um 4 Uhr
war man oft schon mit der Präparierung der Eisbahnen beschäftigt.


1968
Drei Jahre später wurde dann auf einem Sumpfgelände nahe dem Kloster
Fürstenfeld mit größtem Einsatz der Mitglieder ein Eisweiher für
8 Bahnen angelegt. Dank der großzügigen Unterstützung einiger
Baufirmen konnte diese Maßnahme erfolgreich abgeschlossen und mit einem
Turnier am 11. Dezember 1968 eröffnet werden. Die erste Mannschaft mit
Ernst Aberl, Hans Adler, Ludwig Nefzger und Alois Haindl gewann dieses Turnier
und erreichte in dieser Wintersaison auch den Titel des Kreismeisters.


1972
Das Kunsteisstadion beim Hallenbad konnte in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Das große Eröffnungsturnier am 2. Dezember 1972 gewann die erfolgreiche
erste Herrenmannschaft mit Valentin Gärtner, Ludwig Nefzger, Alois Haindl und
Hans Adler, die im selben Jahr in Kaufbeuren auch den Aufstieg in die Landesliga
erreichte. Zu diesem Zeitpunkt spielte die ebenfalls sehr erfolgreiche
Damenmannschaft mit den Spielerinnen Gretl Sollinger, Edith Haselbeck,
Berta Bergmaier, Elisabeth List und Sabine Wittmann und erreichte ebenfalls den
Aufstieg in die Landesliga. Mittlerweile ist die Abteilung auf 75 Mitglieder
angewachsen, die nicht nur im Winter aktiv sein wollten, sondern das ganze Jahr.
Da sich Asphaltschießen zwischenzeitlich etabliert hatte, wurde im alten,
aufgelassenen Eisstadion an der Maisacher Straße eine der ersten
Asphaltbahnen im Landkreis Fürstenfeldbruck mit 8 Bahnen eingerichtet, die
bis 1974 genutzt werden konnte. In diesem Jahr endete auch das Schießen
mit Holzplatten auf Eis. Diese wurden den Regeln nach durch Gummilaufsohlen
ersetzt, die weitgehend das Manipulieren des Stockmaterials unterbanden.


1974
Unserer mittlerweile im Landkreis bekannten und geachteten Damenmannschaft
gelang bei den Meisterschaften am 2. März in Selb der Aufstieg in die
Oberliga. Im selben Jahr wurde beim Eröffnungsturnier der eben fertig-
gestellten Asphaltanlage in Herrsching unsere erste Mannschaft mit Hans Adler,
Albert Glück, Achim Feike und Alois Haindl Kreismeister.
Mittlerweile sind 17 Mannschaften im Spielbetrieb.


1976
Die erste Herrenmannschaft mit Alois Haindl, Hans Adler, Peter Trischberger
und Albert Glück erreichte den 5. Platz bei 29 teilnehmenden Mannschaften
und stieg ebenfalls nach den Damen in die Oberliga auf.


1977
Nach langem Ringen und kontroversen Debatten im Stadtrat war die Asphaltanlage
auch unter großen Eigenleistungen der Mitglieder an der Klosterstraße
fertiggestellt und wurde mit einem Turnier am 17. September eröffnet.
Allerdings hatte diese neue Anlage einen gravierenden Mangel. Es fehlte eine
Toilettenanlage, weil für diese keine Genehmigung erreicht werden konnte.
Bei der Eröffnung wurde damals bei den Entstehungskosten von 110.000 DM
viel von Geldverschwendung für eine Randsportgruppe gesprochen.
Aber die in der ganzen Umgebung wohl heute noch schönste Anlage mit
12 Bahnen ist nun schon 25 Jahre in Benutzung. Allein diese Tatsache beweist,
daß die damals hoch erschienenen Kosten doch sehr gut angelegt sind,
zumal sich die Anlage immer noch großer Beliebtheit erfreut und stets
gut frequentiert ist.


1978
Neuwahlen bestätigen den Abteilungsleiter Georg Inderst im Amt,
daß er im Vorjahr von Valentin Gärtner übernommen hatte.
Stellvertreter wurde Max Greipl, Kassier Hans Hufnagel und Schriftführer
Ludwig Nefzger. Technischer Leiter blieb Günter Hartmann. Der SCF
veranstaltete im Eisstadion wieder ein mit 25 Mannschaften besetztes Turnier,
bei dem die Mannschaft mit Rudi Dentinger, Lorenz Ehemann, Günter Hartmann
und Ludwig Sedlmeier den dritten Platz belegte - hinter dem 1. Sieger
EC Lochhausen und Bavaria München.


1980
Das war das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Mit einer wieder
verjüngten Mannschaft mit Rudi Dentinger, Günter Hartmann, Achim Feike,
Albert Glück und Werner Metzger wurde am 13. Januar die Oberliga zurück-
erkämpft, aus der sie im Vorjahr unglücklich abgestiegen war. Die schon
seit längerem eingespielte zweite Mannschaft mit Leo Mederer, Ludwig Huber,
Oskar Schemmerl und Ludwig Sedlmeier erreichte mit dem vierten Platz den Aufstieg
in die Landesliga. Die dritte Mannschaft mit den Spielern Simon Sollinger,
Josef Stadler, Max Greipl und Helmut Strenker stieg in die höchste Bezirksliga auf.
Anfang der 80er Jahre folgte dann buchstäblich eine neue Ära im Eisstocksport:
Neue Regeln, neue Bahnmaße, verbessertes Sportgerät und die damit
verbundenen höheren Ansprüche an die Schützen.
In diesem Jahr wurde auch eine neue Vorstandschaft gewählt mit Abteilungsleiter
Georg Inderst, Stellvertreter Alois Zellner, Kassiererin Maria Dentinger und Sepp
Schaller als Schriftführer. Albert Glück übernahm die Funktion des
technischen Leiters von Herrman Losert, das er dann erfolgreich bis 1992 ausübte.
Innerhalb kürzester Zeit wurden aufgestaute Personalprobleme kompromißlos
gelöst, was wieder zu einem harmonischen Vereinswesen und zu besseren
sportlichen Leistungen führte. Sechs Herren- und eine Damenmannschaft nahmen
an Meisterschaften und Freundschaftsturnieren mit Erfolg teil.


1982
Nach jahrelangen erfolglosen Bemühungen um eine Baugenehmigung für
eine Gerätehütte kam die Vorstandschaft zu dem Beschluß, in
einer Nacht- und Nebelaktion eine Hütte ohne Genehmigung zu errichten.
Albert Glück als Cheforganisator und viele freiwillige Helfer waren notwendig,
um dieses Vorhaben mit einem finanziellen Aufwand von 2.500 DM zu realisieren.
Prompt wurde eine Geldstrafe zur Zahlung fällig, aber die Hütte stand
und man suchte einvernehmlich mit der Stadtverwaltung nach einer Lösung.
Die Hütte ging dann in den Besitz der Stadt über und die
Stockschützen erhielten einen Nutzungsvertrag. Im Folgejahr wurde durch
eine nachträglich erteilte Baugenehmigung das Problem zur
Zufriedenheit aller aus der Welt geschafft.


1985
Nachdem das Toilettenproblem nach wie vor nicht gelöst werden konnte,
stellte die Stadt den Schützen eine mobile Toilette zur Verfügung.


1987
Die Abteilung besteht jetzt 25 Jahre. Die Jubiläumsfeier wurde am
26. September im Rahmen der Vereinsmeisterschaft mit einem Turnier und der
Ehrung der Gründungsmitglieder feierlich durchgeführt.


1992
Herrmann Hollube wurde als neuer Abteilungsleiter gewählt und Hans Bauer
stand ihm als Stellvertreter zur Seite, allerdings auf eigenen Wunsch nicht lange,
dann wurde Hollube wieder von dem erfahrenen Georg Inderst unterstützt.
Sepp Schaller wurde technischer Leiter, Günter Nußbaumer Kassier
und Axel Pinkawa Schriftführer.


1994
Herrmann Hollube wurde bei den Neuwahlen als Abteilungsleiter bestätigt.
Stellvertreter wurde Ernst Seemüller, Kassier Günter Keimer,
Schriftführerin Andrea Leber und technischer Leiter wieder Sepp Schaller.
Hollube und Seemüller legten mit Erfolg die Schiedsrichterprüfungen ab.
Ab diesem Jahr wurden bei uns ausgetragene Turniere
mit dem abteilungseigenen PC ausgewertet.


1996
Nach langer Wartezeit wurde unser bereits 1994 gestellter Antrag an die Stadt,
die dringend sanierungsbedürftige Asphaltdecke zu erneuern,
positiv entschieden. Viele Arbeitsstunden wurden wieder von den Mitgliedern
geleistet, bis die Anlage mit nun 12 Bahnen fertiggestellt war.


1998
Hans Adler wurde bei der Weihnachtsfeier mit Wirkung vom 23. September von der
Vorstandschaft zum Abteilungsehrenmitglied ernannt.
Nach langen Jahren konnte wieder eine Mannschaft das vom SCF traditionell
ausgetragene Volksfestturnier für Herren um den Wanderpokal der Stadt
Fürstenfeldbruck gewinnen. Die beiden Gruppenersten SCF und EC Germering
bestritten das Finale, das am Ende die SCF- Mannschaft mit Stefan Ludwig,
Alfons Mertens, Alois Zellner und Helmut Schuder mit 18:8 für sich
entscheiden konnte. Neben diesem Erfolg sei noch erwähnt,
daß die Vereinsmitglieder in diesem Jahr eine vollständig
neue Spielerbekleidung erhielten.


2000
Bei Neuwahlen wurde Ernst Seemüller zum Abteilungsleiter gewählt,
zum Stellvertreter wurde Stefan Ludwig, zum Kassier Günter Keimer und zum
technischen Leiter Sepp Schaller ernannt. Am 2. Juli konnte die erste Mannschaft
Willi Friedl, Albert Glück, Kurt Strangmüller und Siegfried Pichler als
Zweitplatzierte in der Bezirksoberliga wieder in die Landesliga aufsteigen.
Jetzt ist der SCF wieder Sommer wie Winter in der Landesliga. Die 1996 neu
gegründete Mannschaft mit Ernst Seemüller, Herrmann Hollube, Franz Rumberger
und Moar Franz Wittmann erreichte in den Wintersaisonen dreimal hintereinander
den Aufstieg von der Kreisklasse C bis in die Bezirksliga B.
In den Asphaltmeisterschaften verpaßte dieselbe Mannschaft wegen einem zu viel
verlorenen Spiel die Bezirksliga und erreichte die Kreisklasse A.
Das Problem mit den Toilettenanlagen war immer noch nicht zufriedenstellend
gelöst. Nach Vorgesprächen mit dem 1. Bürgermeister Sepp Kellerer und
der Tiefbauabteilung der Stadt wurde am 26. Juni der Bauantrag zur Errichtung einer
Toilettenanlage mit Kanalanschluß gestellt. Am 2. November 2002,
23 Jahre nach Eröffnung der Anlage, wurde uns die
lang ersehnte Baugenehmigung erteilt.


2001
Zur Freude aller Mitglieder finanzierte die Stadt Fürstenfeldbruck den
notwendigen Kanalanschluß über die Heubrücke zu unserer Baustelle.
Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Mitglieder - ca. 1.000 Stunden
Eigenleistung wurden erbracht - der Firmen Schwaighart und Probst sowie einer
Spendenaktion der Mitglieder wurde dann der Vereinshüttenanbau mit einer
Damen- und Herrentoilette bis zum Volksfestturnier im Juli fertiggestellt.
Die AH- Mannschaft mit Simon Sollinger, Hans Adler, Ludwig Huber und Sepp Schaller
wurde in diesem Jahr Meister in der Kreisklasse C und Aufsteiger in die B- Gruppe.


2002
Im Frühjahr wurde auf der Mitgliederversammlung die Vorstandschaft
Ernst Seemüller, Stefan Ludwig, Günter Keimer und Sepp Schaller wieder
für zwei Jahre gewählt.
Hans Adler wurde auf der SCF- Jahreshauptversammlung am 12. März einstimmig zum
SCF- Ehrenmitglied ernannt.
Die Mannschaft mit Ernst Seemüller, Herrmann Hollube, Franz Rumberger und Franz
Wittmann konnte in der Wintersaison 2001/02 als 23ter von 29 Mannschaften die
Landesliga erhalten. Durch den Neuzugang von Peter Biechele konnte sich die Mannschaft
verstärken und im Sommer den achten Platz in der Landesliga erreichen.



Quelle:
Broschüre zum 40- Jährigen Vereinsjubiläum
der Stockschützenabteilung des Sportclubs Fürstenfeldbruck;
Autoren: Sepp Schaller und Ernst Seemüller.
Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Nicht erwähnte Erfolge und
Ereignisse sind zu entschuldigen.


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